Mit dem Blick aufs Handy warten, bis die Morgenroutine in Gang ist

Landschaftsillustration

Für viele ist das Handy das Erste, was morgens angefasst wird, noch bevor die Augen richtig geöffnet sind. Nachrichten, Kalender und soziale Medien füllen dann schon die ersten Minuten des Tages, bevor überhaupt klar ist, wie der Morgen eigentlich beginnen soll.

Einen einfachen ersten Schritt festlegen

Ein fester erster Schritt, der ohne Handy auskommt, hilft dabei, den Griff zum Gerät hinauszuzögern. Das kann das Öffnen der Vorhänge sein, das Aufsetzen des Kaffees oder einfach ein paar Minuten am Fenster, bevor überhaupt an das Handy gedacht wird.

Wenn die Morgenroutine schon ein Stück vorangeschritten ist, bevor das Handy zum ersten Mal in die Hand genommen wird, fühlt sich der restliche Morgen oft geordneter an. Die ersten Gedanken gehören dann dem eigenen Tag, statt gleich von Nachrichten anderer Menschen bestimmt zu werden.

Es hilft, das Handy morgens bewusst außer Reichweite zu legen, etwa in einem anderen Zimmer oder in der Tasche, statt direkt neben dem Bett. Der kurze Weg, den man dafür zurücklegen muss, reicht oft schon aus, um den automatischen Griff danach zu verzögern.

Mit der Zeit wird dieser Aufschub zu einer festen Gewohnheit, die dem Morgen mehr Ruhe gibt. Das Handy bleibt weiterhin ein wichtiger Teil des Tages, nur eben nicht mehr der allererste Programmpunkt direkt nach dem Aufwachen.

Wer befürchtet, wichtige Nachrichten zu verpassen, kann für echte Notfälle eine Ausnahme festlegen, etwa indem nur Anrufe von engen Familienmitgliedern durchgestellt werden, während der Rest bis später warten muss. Arbeitsbezogene Nachrichten lassen sich besonders gut aufschieben, da die meisten davon ohnehin erst während der Arbeitszeit bearbeitet werden können. Am Wochenende darf diese Regel gelockert werden, wenn danach genügend Zeit für einen ruhigen Start in den Tag bleibt. Entscheidend ist weniger die genaue Uhrzeit als die bewusste Entscheidung, den ersten Blick am Morgen nicht dem Handy zu überlassen.