Der letzte Programmpunkt vor dem Licht ausmachen entscheidet oft darüber, wie ruhig der Übergang in die Nacht für die Kinder verläuft. Eine kurze Geschichte am Bettrand, immer als allerletzter Schritt vor dem Ausschalten des Lichts, gibt dem Abend einen ruhigen, vertrauten Abschluss.
Die Geschichte immer an dieselbe Stelle setzen
Wenn das Vorlesen immer zur gleichen Zeit und an derselben Stelle des Abends stattfindet, etwa direkt nach dem Zähneputzen, wissen die Kinder genau, was als Nächstes kommt. Diese Vorhersehbarkeit macht den Übergang zum Schlafen für viele Kinder deutlich einfacher als ein Abend ohne klare Reihenfolge.
Die Geschichte muss nicht lang sein, wenige Seiten oder ein kurzes Kapitel reichen meist aus. Wichtiger als die Länge ist die Regelmäßigkeit, mit der das Vorlesen stattfindet, sodass es zu einem festen Ankerpunkt am Ende jedes Abends wird.
Für Eltern bietet dieser Moment gleichzeitig eine kurze, ruhige Pause im eigenen Abend, in der das Handy und andere Ablenkungen keinen Platz haben. Die gemeinsame Zeit am Bettrand kommt so nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen zugute.
Mit der Zeit wird das Vorlesen zu einem festen Bestandteil des Abends, den die Kinder selbst einfordern, wenn er einmal ausfällt. Der ruhige Abschluss vor dem Licht ausmachen gibt dem ganzen Abend eine klare, vertraute Struktur.
Auch etwas ältere Kinder, die schon selbst lesen können, profitieren oft noch von diesem gemeinsamen Moment, auch wenn sie nur zuhören statt selbst vorzulesen. In manchen Familien wechseln sich die Elternteile beim Vorlesen ab, was beiden die Möglichkeit gibt, diesen ruhigen Abschluss des Abends mit den Kindern zu teilen. An besonders anstrengenden Abenden reicht auch eine kürzere Geschichte oder ein einzelnes Kapitel, solange das Ritual an sich bestehen bleibt. Die Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als die genaue Länge, denn sie gibt den Kindern das vertraute Gefühl, dass dieser Moment jeden Abend verlässlich kommt.